28.12.2015 Armenia
Die
Nacht ging besser rum als befürchtet, dank Oropax und der Zusatzdecken. Der
Klogang nachts war dagegen unangenehm, einmal durch den Hof und auf die sowieso
schon nicht einladende Toilette. Nach einer Katzenwäsche mit einem feuchten
Waschlappen (mich unter eine dieser schäbigen Duschen zu stellen, hätte
mir nicht das Gefühl gegeben sauberer zu sein) hat sich schon die ganze
Truppe versammelt. Das Frühstück ist hier insofern mal abwechslungsreich als
dass die Brötchen schon etwas altbacken und das Rührei kalt ist. Da es sonst
nichts gibt, bleibt mir nichts anderes übrig als ein paar Häppchen zu essen.
Gegen halb 8 geht's dann zum Glück weiter, einen weiteren Tag hätte ich an
diesem lieblosen unwirtlichen Ort nicht verbringen wollen. Jetzt geht es
Richtung Armenia / Salento auf eine Finca auf einer Kaffeeplantage. Da freue
ich mich drauf.
Wir
fahren durchs Cauca-Tal, hier ist die Landschaft schon wieder anders, hier wird
viel Zuckerrohr angebaut, das Land ist wieder flacher, aber trotzdem schön
anzusehen. Unterwegs machen wir zwei Pausen, wo wir Kaffee und Saft trinken
bzw. etwas essen. Es ist sehr heiß – also meine Temperaturen. Supi! Auf der
Straße sehen wir LKW mit 4(!) Anhängern. Unglaublich! Wir fahren ein ganzes
Stück die Panamericana entlang, und irgendwann beginnt die Kaffeezone,
Eine Herrliche Landschaft, Kaffee-
und Bananenplantagen wechseln sich ab.
Bei Armenia fahren wir dann ab und in die Plantagen zu unserer Finca (San
Diego) Diese liegt herrlich am Ende des Weges, inmitten der Plantagen. Ein kleines Gebäude liegt L-förmig um einen
kleinen Pool und wir werden herzlich mit Kaffee und frischen Früchten begrüßt.
Ein Traum. Dann gibt es allerdings ein Problem: Die drei Leute, die ein
Einzelzimmer gebucht haben, können hier mangels genügend Zimmern nicht
untergebracht werden und sollen in einem anderen Gebäude 1 km entfernt wohnen. Das gibt dann erstmal jede Menge
Diskussion, denn schließlich haben wir alle das gleiche gebucht und wir sehen
nicht ein, dass wir wieder getrennt von der Gruppe untergebracht werden. Aber
Zimmer sind erstmal nicht verfügbar. Jörg, unser Reiseleiter tritt dann
zähneknirschend sein Zimmer an mich ab, Dika wird in einem Dreibettzimmer bei
zwei anderen Reisenden aufgenommen, nur Martin muss dann in das andere Gebäude
(später zaubern die dann auch noch für ihn ein Zimmer, so dass die Gruppe
zusammen ist – zumindest wir sind dann zufrieden).
Wir
haben eine Stunde zum Relaxen, dann laufen wir durch die Kaffeeplantage, hören
uns einiges über den Anbau- und Fertigungsprozess an und pflücken jeder ein
Körbchen voll Kaffee. Es ist super schön hier. Nach einer kurzen Führung auf
dem Hof, wo der Fermentierungsprozess noch erörtert wird, führt uns die Dame
des Hauses durch ihren riesigen Kräutergarten. Hier gibt es echt alles!
Herrlich! Anschließend hängen wir vor unseren Zimmern und am Pool rum und
genießen einfach nur.
Das Essen
ist ebenfalls ein Traum, Kürbissuppe, Fleisch mit Kroketten und Pilzsoße, dazu
einen fruchtigen Salat. Hmm, lecker. Ein bisschen wie im Paradies.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen