21.12.2015
Villa de Leyva
Heute
Morgen ist das Frühstück ist für 7:30 Uhr angesetzt. Wir haben da bereits
blauen Himmel und es ist in der Sonne schon schön warm. Das Frühstück ist eine
kleine Katastrophe, da die damit viel zu spät anfangen und alles nur portionsweise
bringen. Bis zum Schluss haben wir keine Teller und schmieren unsere Brötchen
teilweise auf dem Tisch. Um 8:15 geht es los zum Stall um die Ecke, wo uns
unsere Pferde warten. Einige davon tun mir wirklich leid, da ein paar aus
unserer Gruppe relativ groß und stabil sind. Mein Pferdchen heißt „Ni por Oro“
(bedeutet: nicht für Gold). Es ist brav, allerdings auch ziemlich stur, den
dritten Gang scheint es bei ihm nicht zu geben. Ist allerdings auch nicht so
tragisch, da die meisten aus der Gruppe vorher noch nie geritten sind, und das
Tempo somit gering bleibt. Wir sind schon eine ziemlich komische Truppe, bieten
bestimmt einen lustigen Anblick. Was die Gruppe angeht, kann ich inzwischen
sagen, dass sie grundsätzlich ok ist, obwohl ich sie mir sicherlich anders
ausgesucht hätte. Die Holländer sind ein wenig speziell, eine davon ist ein
kleiner Feldwebel, die andere lacht oder lächelt nur selten. Die anderen
beiden Pärchen, wovon eines aus der Schweiz kommt, sind sehr nett, und auch mit
den drei Männern kann man ganz gut auskommen, denke ich. Ändert aber nichts an
der Tatsache, dass ich so ziemlich mit Abstand die jüngste hier bin. Leider
keine Manuela oder Sabine dabei. Aber ich werde klarkommen. Wir reiten erst
etwas durch die Gegend, bis wir zum Fossilienmuseum kommen das wir uns kurz
anschauen. Inzwischen ist es schon richtig schön warm, die Sonne knallt
ganz schön vom Himmel. Herrlich!!!! Das Museum ist nichts besonderes,
aber als kleine Pause gut geeignet. Danach reiten wir weiter durch eine trocken-grüne
Landschaft, hier und da mal eine kleine Finca, nichts atemberaubendes, bis wir
zu einem Haus komplett aus Terracotta kommen. Das ist schon beeindruckend und
wir schauen es uns kurz innen und außen an (hier arbeitet irgendein örtlicher
Künstler). Danach werden wir vom Bus abgeholt und nach Sutamarchan
gebracht, wo wir zu Mittag essen. Dort gibt es die dort berühmten
„Longaniza-Würste“, welche wir u.a. auch probieren.
Anschließend fahren wir nach Raquira, den Ort des Lebens, wie es in der Muisca Sprache heißt. Wir besuchen die Werkstatt von Donna Isais, der uns eine Töpfervorführung gibt. Ich finde es weniger spannend, aber irgendwie scheine ich entweder die einzige zu sein, oder die anderen tun alle nur so. Nach gefühlten 2 Stunden laufen wir noch ein wenig durch den Ort, wo jede Menge Läden sind, wo man alles mögliche, vor allem viel Nippes kaufen kann. Ich kaufe eine schöne Maske aus Ton für einen Spottpreis.
Um 16 Uhr sind wir dann wieder
am Hotel und haben den Nachmittag zur freien Verfügung. Wir machen uns ein
wenig frisch, dann bummeln wir ein wenig durch den Ort, bis wir uns um 18:30
Uhr mit den anderen zum Abendessen treffen. Ich erstehe noch eine wunderschöne
indianische Holzfigur. Jetzt muss ich auf jeden Fall noch Platz in meiner
Reisetasche schaffen. Das Abendessen nehmen wir heute an einem Restaurant direkt am Plaza Mayor ein, ein sehr schöner Ort.

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