Mittwoch, 30. Dezember 2015

Santa Marta

Der Wecker klingelt um 4.40 Uhr, es gibt noch Kaffee, Ananas und Zwieback, dann geht es um 5.30 Uhr los zum Flughafen nach Pereira. Dort kommen wir um halb 8 an und stellen uns direkt zum einchecken an, bzw. sind wir die einzigen am Schalter. Jörg diskutiert dann ewig mit dem Mann am Schalter, um uns dann mitteilen zu müssen, dass wir zu spät dran sind und nicht mehr einchecken können. Der Flieger geht um 7.50 Uhr,  so dass es keine kolumbianische Nickeligkeit ist, sondern wir schlicht und einfach zu spät los gefahren sind. Jörg parkt uns dann erstmal irgendwo und kümmert sich um einen Alternativflug, immerhin müssen wir ja auch noch in Bogota den Anschlussflug bekommen! Irgendwie funktioniert es jedenfalls und um 9.10 Uhr hebt unser Flieger ab, der keine Stunde nach Bogota braucht. Dort müssen wir erst noch unser Gepäck holen und neu aufgeben, bis wir endlich mal auf Futtersuche gehen können (wir haben ja noch gar nicht gefrühstückt! ). Ich besorge mir ein super leckeres Sandwich beim Subway. Ein bisschen Wartezeit haben wir noch,  aber um 12.10 Uhr geht's planmäßig in die Luft nach Santa Marta.

  
In Santa Marta sind wir gegen 14 Uhr und nachdem wir viermal im Kreis geflogen sind, landen wir auf der kurzen Bahn direkt parallel zum Meer. Nachdem alle die Koffer haben, werden wir von der örtlichen Reiseleiterin abgeholt und fahren mit dem Bus in die Stadt, wo wir noch eine Stadtführung haben. Santa Marta ist sicherlich eine interessante Stadt, die älteste spanische Siedlung in Kolumbien  und aufgrund der geografischen einzigartig. Direkt hinter dem Meer erstreckt sich die Gebirgskette Sierra Nevada de Santa Marta, so dass man hier auf innerhalb von 40 km einen Höhenunterschied von 2 Meter über Meeresspiegel bis zu 5750 Metern hat.
Santa Marta ist eine schnell wachsende Stadt, überall wird neu gebaut und sie lebt überwiegend vom Tourismus. Es ist hier furchtbar voll, links und rechts der Straße ein Stand neben dem anderen,  viele viele Leute und der Verkehr stockt. Es nervt eigentlich nur und alle wollen nur noch eins: ins Hotel. Da kommen wir dann such irgendwann endlich an, ich bin das sitzen so leid und habe mich während der Busfahrt schon fast entschieden, morgen auf die Wanderung, auf die ich mich eigentlich sehr gefreut hatte, zu verzichten.  Und als ich dann mein super schönes Zimmer sehe, in einem etwas zurück gelegenen Haus aus Holz, riesig groß und ganz modern, mit einer großen Fensterfront in den Wald.  Ein Traum!  Ich bleibe morgen hier und werde auf eigene Faust etwas durch die Gegend laufen.
Um 19.30 Uhr gibt es Abendessen, es gibt leckeren Fisch  (Robano) und wir sitzen nett zusammen.  Trotzdem freue ich mich morgen auf meine Auszeit. Gut möglich, dass ich bei der Wanderung morgen etwas verpasse, aber ich habe auch das dringende Bedürfnis, mal Abstand von der Gruppe zu haben. 

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