Freitag, 18. Dezember 2015

Anreise


18.12.2015 Anreise Düsseldorf-Madrid-Bogota

Um 4:37  Uhr geht der Wecker. Duschen, Kaffee trinken, Wohnung dicht machen, und los geht’s. Meinen Wagen lasse ich etwas außerhalb des Flughafens auf einem bewachten Parkplatz, der Shuttle-Bus steht schon bereit. In 5 Minuten sind wir am Flughafen und ich habe mal wieder noch viel zu viel Zeit. Die Check-In-Schalter sind noch gar nicht besetzt, erst um 6.00 Uhr, und dann geht’s auch wieder recht schnell. Anschließend noch in Ruhe einen Kaffee trinken, eine rauchen und um 8.05 Uhr startet die Maschine fast planmäßig Richtung Madrid. Dort ist das Umsteigen dann etwas sportlich. Um viertel vor 11.00 Uhr landen wir, und dann muss ich quasi auf die ganz andere Seite des Flughafens um dort in die Maschine nach Bogota zu steigen. Die auf den Hinweisschildern angezeigte Zeit beträgt 27 Minuten zu meinem Gate, ich gehe flott, muss aber ja unterwegs noch den Shuttlezug nehmen, aber es klappt natürlich alles wunderbar. Gerade als das Boarding anfängt, bin ich da. Und dann schon wieder rein ins Flugzeug. Ehrlich gesagt habe ich schon jetzt keine Lust mehr aufs Fliegen, aber die 10 Stunden muss ich wohl noch hinter mich bringen. Da ich mich gestern doch noch dazu entschlossen hatte, die 33 € extra zu investieren und mir meinen Sitzplatz selbst zu wählen (das Gute war, trotz dieser Info auf der Iberia-Siete hat es mich letztendlich gar nichts gekostet), habe ich nun einen Platz am Gang, so dass ich flexibel bin. Nach einer Stunde gibt es endlich was zu essen (die üblichen Pasta in Tomatensoße) und anschließend einen Kaffee. Die stunden plätschern so vor sich hin, ich schaue mir zwei Filme an, höre Musik, unterhalte mich ein bisschen mit meinem Sitznachbarn und am Ende geht der Flug dann ohne Turbulenzen recht gut vorüber. Und einen kleinen Flirt habe ich auch gehabt. Mit einem jungen Franzosen, der mir am Gang gegenüber saß. Blond, große blaue Augen, Pausbacken – ungefähr vier Jahre alt. Süß!
Die Neugier steigt immer mehr, wie die Gruppe sein wird. Und natürlich auf Kolumbien! Nach nicht ganz 10 Stunden Flugzeit landen wir in Bogota und die ersten der Gruppe treffe ich am  Kofferband, den Rest dann am Sammelpunkt bei unserem Reiseleiter Jörg. Der macht einen sehr sympathischen Eindruck, ein Deutscher, der aber bereits seit 8 Jahren in Kolumbien lebt und sehr aufgeschlossen, engagiert und umgänglich zu sein scheint. Die Gruppe ist zunächst einmal etwas enttäuschend für  mich. Alle sind deutlich älter, 3 Paare, wobei eine ihre Schwester dabei hat und zwei Männer, die erstmal etwas komisch wirken. Im Hotel stößt dann noch ein alleinreisender Mann dazu, der in etwa mein Alter haben dürfte. Aber natürlich kann ich sonst noch gar nichts über die Gruppe sagen, grundsätzlich machen die meisten erstmal einen netten Eindruck. Der Bus bringt uns in 45 Minuten zu unserem kleinen Hotel „Casa Platypus“, das direkt im historischen Zentrum liegt, welches heute Abend sehr belebt ist. Mein Zimmer ist klein, mit einem Fenster zum Innenhof, aber irgendwie gemütlich. Ein Teil der Gruppe verabredet sich noch, und Jörg geht mit uns Pizza essen. Ich esse zwar nichts (bin noch satt von dem „leckeren“ Fraß im Flieger), trinke aber ein erstes kolumbianisches Bierchen. Die Umgegend hier wirkt nett, lebhaft und einladend, und überhaupt nicht so, dass man sich fürchten müsste. Jörg erzählte auch, dass Kolumbien inzwischen relativ sicher ist, wenn man natürlich die üblichen Verhaltensregeln beachtet.


Gegen halb 9 bin ich auf dem Zimmer und muss erstmal alles sortieren, morgen früh geht es schon früh los. Ich freue mich und hoffe, dass ich eine gute Nacht auf diesen brettharten Bett verbringen werde…

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