NameDas Land erhielt Anfang des 19. Jahrhunderts seinen heutigen Namen „Kolumbien“ zu Ehren des bekannten Weltumseglers Christoph Kolumbus.
Lage – Allgemein
Die Republik Kolumbien umfasst eine Fläche von 1,14 Millionen qkm und liegt im Norden Südamerikas. Das Land grenzt im Westen an den Pazifik, im Nordwesten an Panama, im Norden an die Karibik, im Osten an Venezuela und Brasilien sowie im Süden an Peru und Ecuador. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 1.800 km. Der höchste Berg des Landes ist der Pico Cristóbal Colón mit 5.800 m.
Zeitzone
Die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Kolumbien beträgt im Winter -6 und im Sommer - 7 Stunden.
Geographie
Ein
Drittel des Landes wird vom Hochgebirge der Anden bedeckt, die sich
in drei Gebirgszüge aufspalten, die parallel von Nord nach Süd
laufen. Die Westkordillere
fällt zum Pazifik hin ab, aus dem Gebirge der Zentralkordillere
erheben sich sieben tätige Vulkane, der höchste von ihnen ist der
vergletscherte Vulkan Nevado
del Huila
(5.750 m). Typisch für die bis zu 5.600 m hohe Ostkordillere
sind
die Hochebenen, die auf 2.700 m beginnen. Indianische Bauern
bestellen hier ihre Felder mit Mais, Gerste, Bohnen und Kartoffeln.
In den Lagen von 1.000 m – 2.000 m wird vor allem der berühmte
kolumbianische Kaffee angebaut. Die einzelnen Kordilleren werden von
den Flusstälern des Rio
Cauca
und des Rio
Magdalena
getrennt. Die beiden Flüsse vereinigen sich 250 km vor der Küste
und münden in die Karibik. Die Täler des Rio Cauca und Rio
Magdalena sind dicht besiedelt. Die Bevölkerung baut Weizen, Tabak
und Baumwolle an. Der größte Teil des Landes wird vom
Tiefland
beherrscht, das sich im Osten bis an das Bergland von Guyana
erstreckt.
Das
Tiefland gliedert sich in die im Norden gelegenen Llanos, wellige
Grasebenen, während der Süden des Tieflandes vom südamerikanischen
Regenwald beherrscht wird. Die bedeutendsten
Flüsse Kolumbiens
sind der Orinoco
und der Amazonas.Geschichte
Die Ureinwohner Kolumbiens waren verschiedene Indianerstämme, die zahlreiche Spuren hinterlassen haben. Besonders der Stamm der Chibcha hat zahlreiche Schmuck- und Kultgegenstände hervorgebracht. Die koloniale Eroberung durch die Spanier erfolgte im 16. Jahrhundert von Ecuador aus. Die Spanier fanden in Kolumbien ihr erhofftes Traumland „ El Dorado“, da Kolumbien reiche Goldvorkommen hat, die schon von den Indianern abgebaut wurden. Die Spanier vereinigten Kolumbien und Ecuador zum Vizekönigreich Neugranada. Unter der Führung von Simón Bolívar setzten 1810 die Unabhängigkeitskämpfe ein, die 10 Jahre dauern sollten. Der Freiheitskämpfer konnte nur bis zu seinem Tode 1830 seine Vision von einem „Groß-Kolumbien“ verwirklichen. Dann verließen Ecuador und Venezuela die Union. 1903 löste sich auch, im Zusammenhang mit dem Bau des Panama-Kanals, die Provinz Panama von Kolumbien und bildete einen selbständigen Staat. Bereits seit 1840 schwelten unter den Befürwortern eines lockeren Staatenbundes auf der einen Seite und den Anhängern eines straff organisierten zentral regierten Staates auf der anderen Seite Streitigkeiten, die sich in blutigen Bürgerkriegen entluden. Auch im 20. Jahrhundert setzte sich dieser Streit mit gleicher Heftigkeit fort, so dass mehrere hunderttausend Kolumbianer ihr Leben verloren. Auch heute noch führen Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarstaaten zu bewaffneten Konflikten, die immer wieder Todesopfer fordern. Auch die Aufstände gegen die ungleiche Landverteilung lassen das Land nicht zur Ruhe kommen und verhindern, dass die Bevölkerung Kolumbiens den Wohlstand erreicht, den die Bodenschätze des Landes bringen könnten.
Flora und Fauna
Die
Böden Kolumbiens sind im Tiefland und an den Hängen der
Kordilleren sehr nährstoffarm. An den Flussauen lagern sich
teilweise die von der Erosion abgetragenen nährstoffreicheren Böden
der Anden wieder ab. Die Tierwelt in den hochgelegenen Gegenden hat
sich durch die starke Besiedlung sehr verändert, hier findet man
nur noch wenige Hirsche und Bergtapire. Im Regenwald des Tieflandes
hingegen hat sich die ursprüngliche Vegetation und Tierwelt meist
noch erhalten. Typische
Tiere
sind hier Ozelots, Wasserschweine, Jaguare, Faultiere und neben
Brüllaffen noch zahlreiche weitere Affenarten. In den Flüssen des
Regenwaldes leben Kaimane
und bis zu 9 m lange Anakondas.
Die geringste Artenvielfalt findet man auf der extrem
niederschlagsarmen Halbinsel Guajira. Dort können nur Dornbüsche
und Kakteen existieren. Die Nationalpflanze
Kolumbiens ist die Orchidee, die in zahlreichen Arten vorkommt. An
der Nordküste wird Hanf angebaut, aus dem Marihuana gewonnen wird,
im Landesinneren werden Koka-Sträucher gezogen, deren Blätter zu
Kokain verarbeitet werden.
Wirtschaft
Dem Wert nach sind Drogen der Hauptexportartikel Kolumbiens. Etwa 70 % der in den USA gehandelten Drogen stammen vermutlich aus Kolumbien. Offizielle wichtige Exportgüter sind Erdöl, Steinkohle, Kaffee, Schnittblumen, Bananen, Gold und Edelsteine. Importiert werden neben landwirtschaftlichen Produkten auch Maschinen, Kraftfahrzeuge, elektrische Geräte sowie Eisen- und Stahlprodukte. Bedeutendster Handelspartner ist die USA, aber auch die Märkte Chinas und der EU werden immer bedeutender. Mit den anderen südamerikanischen Staaten bestehen rege Handelsbeziehungen, vor allem mit Venezuela.
Bevölkerung
Kolumbien
hat 44,5
Millionen Einwohner,
von denen 70 % in den Andenregionen leben. Die Tiefländer im Osten
sind nahezu unbewohnt, obwohl man durch Umsiedlung und Einwanderung
von landwirtschaftlichen Fachkräften versucht, diese Region der
großen Urwald – und Savannengebiete bewohnbar zu machen. Besonders
groß ist die Bevölkerungsdichte in den Städten, da viele Familien
sich mit dem kleinen Stück Land, das ihnen geblieben ist, nicht mehr
selber ernähren können. Etwa eine Million Kolumbianer sind legal
und illegal nach Venezuela ausgewandert, da dort die
Verdienstmöglichkeiten besser sind. Die 200.000
Angehörigen der indigen Stämme
leben auf der Halbinsel Gujira, dem Einzugsgebiet des Orinoco und in
den Anden-Hochtälern. Nur etwa 20% der Bevölkerung sind Weiße, der
Anteil der Mestizen (Mischlingen zwischen Indianern und Weißen)
beträgt etwa 50 %, die Bevölkerungsgruppe der Afrikaner und ihrer
Nachfahren etwa 30 %.Wirtschaft
Dem Wert nach sind Drogen der Hauptexportartikel Kolumbiens. Etwa 70 % der in den USA gehandelten Drogen stammen vermutlich aus Kolumbien. Offizielle wichtige Exportgüter sind Erdöl, Steinkohle, Kaffee, Schnittblumen, Bananen, Gold und Edelsteine. Importiert werden neben landwirtschaftlichen Produkten auch Maschinen, Kraftfahrzeuge, elektrische Geräte sowie Eisen- und Stahlprodukte. Bedeutendster Handelspartner ist die USA, aber auch die Märkte Chinas und der EU werden immer bedeutender. Mit den anderen südamerikanischen Staaten bestehen rege Handelsbeziehungen, vor allem mit Venezuela.
Bevölkerung
Religion
Der Großteil der kolumbianischen Bevölkerung ist katholisch. Eine andere größere Religionsgruppe bekennt sich zu amerikanischen evangelischen Sekten.
Sprache
Die Amtssprache Kolumbiens ist Spanisch. Englisch wird nur in großen Touristenzentren und teilweise in der Hauptstadt verstanden. Grundkenntnisse in Spanisch sind daher hilfreich bzw. in manchen Gegenden dringend erforderlich.
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